BIOGRAFIE

Paul Steinmann, Autor

Paul Steinmann wurde 1956 in Villmergen/AG geboren. Zu ersten Kontakten mit dem Theater kam er - dank theaterbegeisterter Eltern (Theatergesellschaft Villmergen) – schon während der Kindheit und der Jugendzeit. Die Bühne des Gymnasiums, das er in Immensee besuchte, wurde für ihn dann schnell ein Ort, der ihm die Welt bedeutete. Mit dieser Schulbühne, die ihre Stücke ab 1975 selbst schrieb, blieb Steinmann auch nach der Matura (1977) als Mit-Schreiber und Co-Regisseur verbunden.

Theologie begann er deshalb in Luzern zu studieren, weil er bei der ‚Luzerner Spielleute’ mitspielen wollte. Aus dem Kreis dieser Amateurtheatergruppe wuchs die Bobibibifax-Compagnie, ein Ensemble, das Stücke für ein Kinderpublikum produzierte und in der ganzen Schweiz zeigte. Spätestens jetzt wurde Paul Steinmann klar, dass sein Berufsweg weniger in der katholischen Kirche als vielmehr im Theater verlaufen würde. Entschieden wurde diese Frage mit dem ersten professionellen Engagement bei der neu gegründeten freien Theatergruppe M.A.R.I.A., die 1983 mit dem Stück ‚Klassenfeind’ in der Schweiz für Furore sorgte.

Nach dem Abschluss des Theologiestudiums (während dem er den Komponisten Peter Rüegger kennen lernte, mit dem er zwei Musicals schrieb) und nach einer weitere Saison als Spieler beim Theater M.A.R.I.A. wechselte Steinmann ins Text- und Regiefach. Er begann sich auch für die ASTEJ (Schweizerischer Kinder- und Jugendtheaterverband) zu engagieren und war von 1990-95 deren Präsident.

Zusammen mit verschiedensten Theatergruppen und Einzelkünstlern (auch im Kabarett) entwickelte er in den letzten 20 Jahren eine ansehnliche Menge von Theaterstücken, die alle aufgeführt und zum Teil auch im Ausland nachgespielt wurden (und werden). Ein Schwerpunkt in seinem Schaffen sind Theaterarbeiten mit und für Gruppen aus dem Kanton Aargau (Theater M.A.R.I.A., Jörg Bohn, TheaterSchönesWetter, ThiK, Werner Bodinek, Theatergesellschaft Villmergen...)

Für «Ohne Schuh» erhielt er 1992, für «Tortuga» 1995 den Kinder- und Jugendmedienpreis «Rote Zora».

2002 ermöglichte ihm das Kuratorium des Kantons Aargau einen dreimonatigen Schreib-Aufenthalt in Berlin.

Neben Theaterstücken schrieb Paul Steinmann in den 90er-Jahren auch über 40 Fernseh-Kindersendungen (‚Wundergugge’) und war als Autor bei den TV-Satire-Sendungen ‚übrigens...’ und ‚Punkt CH’ engagiert.

Auch hat er bis 2006 weit über 100 Beiträge zur Samstagmittagssendung ‚Zweierleier’ des Schweizer Radio DRS 1 geschrieben und ist auf diesem Sender regelmässig als Erzähler seiner ‚Morgengeschichten’ zu hören.

Die Zusammenarbeit mit Walter Andreas Müller, die im Radio DRS begann (Zweierleier) geht insofern weiter, als Steinmann für den Parodisten Redetexte für dessen Auftritte schreibt.

Obwohl im Herbst 06 auch sein erstes Drehbuch, das er zusammen mit Regisseur Nick Hilber geschrieben hatte (‚Cannabis’), als Film heraus kam, schreibt Steinmann weiterhin Theaterstücke und dies immer wieder gerne auch für Amateur-Theatergruppen. So zum Beispiel in diesem Jahr das Volkstheaterstück ‚D Gotthardbahn’ in Göschenen.

Paul Steinmann lebt mit seiner Familie seit 2000 in Rikon (Zürcher Oberland, Tösstal), wo er auch seine Schreibstube hat.

 

Geschriebene Stücke zuletzt:

Demnächst:

(Weinfelden, Mai 2008, Regie: Roland Lötscher)