Jahresrückblick 2008

«e Nacht lang dunkel»
Uraufführung

Von keinem geringeren als Giovanni Bocaccio stammt die Geschichte,
die der Theaterpädagoge, Schauspieler und Autor Paul Steinmann
den MELLIGER SPIELLÜÜT auf den Leib schneidert.

Biografie des Autors Paul Steinmann

Paul Steinmann wurde 1956 in Villmergen/AG geboren. Zu ersten Kontakten mit dem Theater kam er – dank theaterbegeisterter Eltern (Theatergesellschaft Villmergen) – schon während der Kindheit und der Jugendzeit. Die Bühne des Gymnasiums, das er in Immensee besuchte, wurde für ihn dann schnell ein Ort, der ihm die Welt bedeutete. Mit dieser Schulbühne, die ihre Stücke ab 1975 selbst schrieb, blieb Steinmann auch nach der Matura (1977) als Mit-Schreiber und Co-Regisseur verbunden.

Theologie begann er deshalb in Luzern zu studieren, weil er bei der ‚Luzerner Spielleute’ mitspielen wollte. Aus dem Kreis dieser Amateurtheatergruppe wuchs die Bobibibifax-Compagnie, ein Ensemble, das Stücke für ein Kinderpublikum produzierte und in der ganzen Schweiz zeigte. Spätestens jetzt wurde Paul Steinmann klar, dass sein Berufsweg weniger in der katholischen Kirche als vielmehr im Theater verlaufen würde. Entschieden wurde diese Frage mit dem ersten professionellen Engagement bei der neu gegründeten freien Theatergruppe M.A.R.I.A., die 1983 mit dem Stück ‚Klassenfeind’ in der Schweiz für Furore sorgte.

Nach dem Abschluss des Theologiestudiums (während dem er den Komponisten Peter Rüegger kennen lernte, mit dem er zwei Musicals schrieb) und nach einer weitere Saison als Spieler beim Theater M.A.R.I.A. wechselte Steinmann ins Text- und Regiefach. Er begann sich auch für die ASTEJ (Schweizerischer Kinder- und Jugendtheaterverband) zu engagieren und war von 1990-95 deren Präsident.

Zusammen mit verschiedensten Theatergruppen und Einzelkünstlern (auch im Kabarett) entwickelte er in den letzten 20 Jahren eine ansehnliche Menge von Theaterstücken, die alle aufgeführt und zum Teil auch im Ausland nachgespielt wurden (und werden). Ein Schwerpunkt in seinem Schaffen sind Theaterarbeiten mit und für Gruppen aus dem Kanton Aargau (Theater M.A.R.I.A., Jörg Bohn, TheaterSchönesWetter, ThiK, Werner Bodinek, Theatergesellschaft Villmergen…)

Für «Ohne Schuh» erhielt er 1992, für «Tortuga» 1995 den Kinder- und Jugendmedienpreis «Rote Zora».

2002 ermöglichte ihm das Kuratorium des Kantons Aargau einen dreimonatigen Schreib-Aufenthalt in Berlin.

Neben Theaterstücken schrieb Paul Steinmann in den 90er-Jahren auch über 40 Fernseh-Kindersendungen (‚Wundergugge’) und war als Autor bei den TV-Satire-Sendungen ‚übrigens…’ und ‚Punkt CH’ engagiert.

Auch hat er bis 2006 weit über 100 Beiträge zur Samstagmittagssendung ‚Zweierleier’ des Schweizer Radio DRS 1 geschrieben und ist auf diesem Sender regelmässig als Erzähler seiner ‚Morgengeschichten’ zu hören.

Die Zusammenarbeit mit Walter Andreas Müller, die im Radio DRS begann (Zweierleier) geht insofern weiter, als Steinmann für den Parodisten Redetexte für dessen Auftritte schreibt.

Obwohl im Herbst 06 auch sein erstes Drehbuch, das er zusammen mit Regisseur Nick Hilber geschrieben hatte (‚Cannabis’), als Film heraus kam, schreibt Steinmann weiterhin Theaterstücke und dies immer wieder gerne auch für Amateur-Theatergruppen. So zum Beispiel in diesem Jahr das Volkstheaterstück ‚D Gotthardbahn’ in Göschenen.

Paul Steinmann lebt mit seiner Familie seit 2000 in Rikon (Zürcher Oberland, Tösstal), wo er auch seine Schreibstube hat.

Geschriebene Stücke zuletzt:

  • Bruno der Gipfelstürmer mit Jörg Bohn (Baden, Zürich, Oktober 2005)
  • Stichwahl, Commedia Adebar (Uznach, Mai 2006, Regie: Livio Andreina)
  • Alles Armi Tüüfel, Freilichtspiele Lägern (Niederwehningen, August 2006, Regie: Rupert Dubsky)
  • Der silberblaue Zeppelin, Osy Zimmermann (Zug, 22.12.2006) (Co-Autor, Regie)
  • Tootetänzli, Mundartkrimi von Paul Steinmann mit Barbara Schirmer (Musik) und Paul Steinmann (als Josef) (Baden/Wohlen, Februar 2007, Regie: Jörg Bohn)
  • Only Victory, Jugendtheaterstück für das American Conservatory Theater A.C.T. San Francisco (Young Conservatory) (San Francisco, 16. März 2007, Regie: Domenique Lonzano)
  • Der Zweite Zug, ein Theaterstück für das Kinder- und Jugendtheater Zug (Zug, 4. 5. 2007, Regie: Johannes Zürrer und Stefan Koch-Spinnler)
  • D Gotthardbahn, ein Volkstheatersstück (Göschenen, 6. Juli 2007, Regie: Stefan Camenzind)

Demnächst:

  • Bruno Reise Fieber mit Jörg Bohn und Urs Heller (Baden, Zürich, April 2008, Regie: Paul Steinmann/Urs Heller)
  • Xang im Ried, Freilichtspektakel im Rahmen des Schweizer Gesangfests (Weinfelden, Mai 2008, Regie: Roland Lötscher)
  • Die Siebtelbauern, ein Stück nach dem gleichnamigen Film von Stefan Rukowitzky für das Freilichttheater Ballenberg (Juli 2008, Regie: Barbara Schlumpf)

Figuren / Darsteller / Sponsor


Hanna / Irene Steinmann / Hypothekarbank Lenzburg
Dr. Bergamin / Peter Vogt / D. Ochsenbein & Co, Schreinerei Wohlenschwil
Susanna / Monica Bolliger / D. Ochsenbein & Co, Schreinerei Wohlenschwil
Trulla / Rita Wiedmer / Marin Frey AG
Rex / Roman Kaufmann / Raiffeisenbank Aare-Reuss
Lisette / Gaby Wächter / Hypothekarbank Lenzburg
Babette / Alicja Burger / Garage Savoldi AG
Gritli / Myriam Heidelberger / Coiffeur Ferragamo
Johannes / Urs Hagmann / Friedli Gemüse, Wohlenschwil
Angelika von Schletz / Özlem Ünlüdere / Spenglerei vogt GmbH
Karisepp / Heinrich Vonwiller / S. Weber Sanitär-Heizungen GmbH Nesselnbach
Vroni / Marlise Rohner / Bürlis Warenposten

Vor und hinter der Bühne


Regie: Hansueli Keller
Regieassistenz: Urs Hagmann
Kostüme: Vreni Michel, Monika Mäder
Maske: Daniela Schneider
Requisiten: MELLIGER SPIELLÜÜT
PR / Fotos: Hansueli Keller, Myriam Heidelberger, René Ochsenbein
Programm / Plakat: Gaby Wächter, Hanspeter Mühlethaler
Bühnenbild: Gaby Wächter, Hansueli Keller
Bühnenbau: Detlev Göttling, Manfred Mäder, Gaby Wächter
Beleuchtung / Ton: Chritian Amstutz, Detlev Göttling
Video: Geri Riner
Abendkasse: Monika Mäder, Heidi Vogt
Spiellüüt Stube: Judith Maurer, Susanne Zürcher
Vorverkauf: Foto Shop Schaffner 056 491 39 37